Mehrfamilienhaus verkaufen: die häufigsten Fragen in Bornheim, Brühl, Wesseling und Umgebung
Was Eigentümer wissen wollen, bevor das Mietshaus an den Markt geht
Ein Mietshaus wird anders verkauft als ein Eigenheim. Der Käufer zieht nicht ein, er rechnet. Ihn interessieren die Mieten, die Betriebskosten, der Zustand der Technik und vor allem die Frage, wie verlässlich das alles in den nächsten Jahren bleibt. Deshalb drehen sich fast alle Fragen, die uns Eigentümer im Rhein-Erft- und im Rhein-Sieg-Kreis vor dem Verkauf stellen, um Zahlen und um die Mieter — nur selten um Grundriss oder Ausstattung.
Wie lange es dauert, lässt sich nur grob sagen: Zwischen der ersten Aufbereitung der Zahlen und dem Notartermin liegen bei einem Mehrfamilienhaus meist drei bis sechs Monate, weil die Käuferseite prüfen und finanzieren muss. Wer ein Mehrfamilienhaus verkaufen möchte, gewinnt die meiste Zeit deshalb vorne — bei den Unterlagen und beim Preis. Wie der Wert eines vermieteten Hauses überhaupt zustande kommt, steht ausführlich unter Mehrfamilienhaus bewerten; wer als Käufer infrage kommt, unter Zielgruppen für Mehrfamilienhäuser.
Häufige Fragen zum Verkauf eines Mehrfamilienhauses
Welche Unterlagen brauche ich für den Verkauf eines Mehrfamilienhauses?
Alles, woraus sich Einnahmen, Kosten und Zustand des Hauses nachvollziehen lassen. Anders als beim Eigenheim prüft hier nicht nur der Käufer, sondern auch seine Bank — und die gibt sich mit Beschreibungen nicht zufrieden, sie will Belege. Eine vollständige Verkaufsakte ist deshalb kein Formalismus, sondern der Grund, warum die eine Verhandlung nach Wochen steht und die andere sich monatelang zieht.
Dazu gehören der aktuelle Grundbuchauszug, die Flurkarte und maßstabsgetreue Grundrisse aller Wohneinheiten. Dazu alle Mietverträge samt Nachträgen, ein Nachweis über die tatsächlich eingegangenen Mieten des letzten Jahres, die Betriebskostenabrechnungen der vergangenen drei Jahre und eine Aufstellung der Kautionen. Für die Substanz brauchen Sie Belege über Modernisierungen, einen gültigen Energieausweis sowie die Wartungs- und Prüfberichte für Heizung, Aufzug und Elektrik. Welche Papiere in welcher Reihenfolge sinnvoll sind, zeigt die Checkliste zum Mehrfamilienhausverkauf.
Welche Zahlen prüfen Käufer bei einem Mehrfamilienhaus zuerst?
Die Mieteinnahmen — aber nicht den Betrag, der heute auf dem Konto landet, sondern den Teil davon, der dauerhaft trägt. Ein Haus, dessen Mieten weit unter dem liegen, was vergleichbare Wohnungen am Ort erzielen, ist für den einen Käufer eine Chance und für den anderen ein Risiko. Beides schlägt sich im Preis nieder.
Geprüft werden außerdem Leerstand und Fluktuation der vergangenen Jahre, das Datum der letzten Mietanpassung, laufende Mietminderungen und offene Rechtsstreitigkeiten im Haus. Häufige Mieterwechsel oder Zahlungsrückstände bedeuten für den Käufer Verwaltungsaufwand, und Aufwand rechnet er ab. Eine lückenlos belegte Mieteingangshistorie wirkt deshalb doppelt: Sie erleichtert die Finanzierung und nimmt der Gegenseite das Argument für einen Abschlag. Wie daraus ein belastbarer Preis wird, erklärt die Seite zum Mehrfamilienhaus Verkaufspreis.
Welche Nachweise über Modernisierungen zahlen sich beim Verkauf eines Mehrfamilienhauses aus?
Die, an denen ein Fachmann erkennt, was tatsächlich gemacht wurde. Ein Käufer kalkuliert für jedes Bauteil, dessen Alter er nicht kennt, einen Rückstellungsbetrag ein — und dieser Betrag ist fast immer höher als die Summe, die eine Rechnung belegen würde. Nachweise verkleinern also nicht nur den vermuteten Instandhaltungsstau, sie nehmen der Käuferseite die Rechtfertigung für den Preisabschlag.
Am meisten wiegen Handwerkerrechnungen und Abnahmeprotokolle zu Dach, Fassadendämmung, Heizungsanlage und Leitungsnetzen, dazu der Erneuerungsstand von Fenstern, Türen und Bädern der einzelnen Einheiten. Entscheidend ist dabei der Umfang der Positionen, nicht die Höhe der Summe: René Reuschenbach hat in den 1990er Jahren die Projekt- und Bauleitung für mehrere Hundert Häuser und Wohnungen verantwortet, und an einer Rechnung lässt sich ablesen, ob eine Sanierung die Substanz betroffen hat oder nur die Oberfläche. Genau diese Unterscheidung entscheidet später, ob ein Modernisierungsbeleg im Preis ankommt oder unbeachtet bleibt.
Was passiert mit Mietverträgen und Kautionen, wenn das Haus den Eigentümer wechselt?
Die Mietverhältnisse laufen unverändert weiter. Es gilt der Grundsatz Kauf bricht nicht Miete: Mit der Umschreibung im Grundbuch tritt der Käufer in alle Rechte und Pflichten des bisherigen Vermieters ein. Für die Bewohner ändert sich zunächst nichts außer dem Namen auf der Mietzahlung — ein Verkauf ist kein Kündigungsgrund.
Wurden die Wohnungen vor dem Verkauf rechtlich in Eigentumswohnungen aufgeteilt, kommt Mieterschutz hinzu: Es gilt eine gesetzliche Kündigungssperrfrist zugunsten der Bewohner, und bei der ersten Veräußerung nach der Umwandlung steht dem Mieter ein gesetzliches Vorkaufsrecht an seiner Wohnung zu. Was das für den Ablauf bedeutet, steht unter Aufteilung in Eigentumswohnungen. Im Kaufvertrag selbst gehören die Übertragung der Kautionskonten und die Abgrenzung der laufenden Betriebskosten sauber geregelt — beides ist erfahrungsgemäß der häufigste Anlass für Streit nach der Übergabe.
Welche Steuern können beim Verkauf eines Mehrfamilienhauses anfallen?
Das entscheidet der Steuerberater, nicht der Makler — aber es lohnt sich, die Frage vor dem Verkauf zu stellen und nicht danach. Für Immobilien im Privatvermögen gibt es eine gesetzliche Spekulationsfrist: Wer nach ihrem Ablauf verkauft, versteuert den Gewinn in der Regel nicht; wer vorher verkauft, versteuert ihn mit dem persönlichen Steuersatz. Bei einem Mehrfamilienhaus kommt hinzu, dass über die Jahre abgeschriebene Beträge die steuerliche Rechnung beeinflussen.
Wer mehrere Objekte oder aufgeteilte Einheiten in kurzer Zeit veräußert, kann außerdem als gewerblicher Grundstückshändler eingestuft werden — dann gilt eine andere Besteuerung als beim privaten Verkauf. Wo die Grenze verläuft, hängt vom Einzelfall ab und gehört in die Hand der Steuerberatung. Die Grunderwerbsteuer zahlt in Nordrhein-Westfalen mit 6,5 % der Käufer; sie belastet Sie nicht direkt, verkleinert aber sein Budget und damit den erzielbaren Preis. Für die Beratung stellen wir die Zahlen bereit: Kaufpreise, Anschaffungsnebenkosten, Modernisierungsaufwand und Mieterträge.
Wie laufen Besichtigungen, wenn die Wohnungen vermietet sind?
So selten wie möglich. Bei einem vermieteten Haus entscheidet der Käufer über die Zahlen, nicht über die Wohnzimmer — deshalb bekommt er zuerst Unterlagen, Fotos und die Mietaufstellung. In die Wohnungen gehen wir erst mit den wenigen Interessenten, die ernsthaft rechnen und ihre Finanzierung belegt haben. Das schont die Bewohner und spart auch Ihnen Termine.
Rechtlich haben Eigentümer und beauftragte Makler ein berechtigtes Zutrittsrecht zur Vorbereitung des Verkaufs, aber kein freies: Jeder Termin muss mit angemessenem Vorlauf angekündigt werden, an üblichen Werktagen und zu zumutbaren Tageszeiten stattfinden, und er darf die Mieter nicht regelmäßig belasten. In der Praxis funktioniert eine frühzeitige, offene Ankündigung besser als jede Rechtsposition: Wer den Bewohnern erklärt, was passiert und was sich für sie nicht ändert, bekommt ruhige Termine statt verschlossener Türen.
Wie wird die Maklerprovision beim Verkauf eines Mehrfamilienhauses aufgeteilt?
Frei, nach Vereinbarung. Die gesetzliche Pflicht, die Provision hälftig zwischen Verkäufer und Käufer zu teilen, gilt nur beim Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen an Verbraucher. Ein Mehrfamilienhaus ist eine Anlageimmobilie und fällt nicht darunter — hier wird im Maklervertrag festgelegt, wer in welchem Umfang zahlt.
In der Praxis hängt die Aufteilung davon ab, wie eng der Markt für das konkrete Objekt ist. Bei stark nachgefragten Häusern trägt die Käuferseite die Courtage meist allein, bei erklärungsbedürftigen Objekten wird geteilt. Wichtig ist nur, dass die Vereinbarung vor der Vermarktung schriftlich steht und der Käufer sie kennt, bevor er sein Angebot rechnet — nachträglich lässt sich eine Provision nicht in eine fertige Kalkulation schieben. Welche Leistungen dafür anfallen, steht unter Mehrfamilienhaus verkaufen mit Makler.
Mehr in unserer Infobroschüre
Laden Sie sich jetzt schnell und unkompliziert viele weitere Informationen herunter.
Worauf ein Käufer bei der Mieterstruktur zuerst schaut:
- Struktur der Mieterschaft sowie bestehende Vertragslaufzeiten
- Dauer der laufenden Mietverhältnisse und bisherige Fluktuationsraten
- Absehbare oder angekündigte Auszüge aus Wohn- und Gewerbeeinheiten
- Potenziale für Mietanpassungen im Rahmen gesetzlicher Vorgaben
- Sondervereinbarungen sowie ergänzende Absprachen mit der Mieterschaft
- Nachweisbare Aufwendungen für energiesparende Sanierungsschritte
Wo beim Verkauf eines Mietshauses die Zeit verloren geht
Nicht bei der Suche nach dem Käufer. Verloren geht die Zeit beim Zusammentragen der Zahlen — wenn Mietverträge nachgereicht, Kautionen rekonstruiert und Betriebskostenabrechnungen erst beim zweiten Besichtigungstermin gesucht werden. Wer die Unterlagen beisammen hat, bevor das Haus an den Markt geht, verkürzt vor allem die Prüfphase der finanzierenden Bank. Für Eigentümer in Bornheim, Brühl, Wesseling und Umgebung übernehmen wir diese Vorarbeit, halten den Kontakt zur Mieterschaft ruhig und begleiten den Verkauf bis zur Beurkundung.
Der Wert Ihrer Immobilie?
Erhalten Sie schnell, kostenlos und unverbindlich eine erste Preiseinschätzung Ihrer Immobilie.